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Latein: Grammatik

Die Grammatik ist im Lateinunterricht ein äußerst wichtiger Bestandteil. Hierbei ist das genaue Lernen der Regeln wichtig, da man ansonsten die Texte nicht richtig übersetzen kann. Eine Erleichterung ist, dass Latein – im Vergleich zur deutschen Grammatik – einen ähnlichen Aufbau aufweist.

Inhaltsverzeichnis [Anzeigen] [Verbergen]

Gerundium/Gerundivum

Gerund(ium)

Das Gerund(ium) ist der substantivierte Infinitiv. Er erscheint in den Singular-Formen der o-Deklination, aber nicht im Nominativ. Also:

Bildung

Das Gerund wird gebildet, indem man bei der a-/e-Konj. an den Präsens-Stamm die Endung des Gerunds anhängt, z.B. voca-ndi, mone-ndi.

Bei der i-/kons./gemischten Konj. wird zwischen dem Präsens-Stamm und der Endung der Bindevokal -e- gestellt: audi-e-ndi, mitt-e-ndi, capi-e-ndi.

Übersetzung

Genetiv/Dativ

Der Genetiv bzw. Dativ wird mit dem Infinitiv mit zu oder einer Substantivierung wiedergegeben.

Beispiel: occasio fugiendi

ad + Akkusativ oder causa (nachgestellt) + Genetiv

Diese Form wird mit „um...zu/ zum/ zur“ übersetzt.

Beispiel: ad clam fugiendum

Bloßer Ablativ

Dieser kann durch die Wendungen „durch + Substantivierung“ oder durch „dadurch dass/indem + Gliedsatz“ ins Deutsche gebracht werden.

Beispiel: fugiendo se servavit

in + Ablativ

Es wird mit „bei/beim + Substantivierung“ übersetzt.

Beispiel: in fugiendo

Gerundivum-V/Gerundivum-Z

Gerundivum-V

Das Gerundivum-V beschreibt einen Vorgang (deshalb Gerundivum-V = Gerundivum des Vorgangs) sieht wie ein Adjektiv der a-/o-Deklination und kommt immer mit einem Bezugswort vor. Mit diesem stimmt es in der KNG-Kongruenz überein. Es können aber alle Kasusformen verwendet werden, d.h. auch der Plural.

Bildung

Das Gerundivum-V wird gebildet, indem man an das zu substantivierende Verb -nd- + der entsprechenden Endung in der a-/o-Deklination gehängt wird, um die KNG-Kongruenz zu erfüllen.

Übersetzung

Für die Übersetzung gelten die gleichen Regeln wie bei dem Gerund.

Beispiele zum Erscheinen

Gerundivum-Z

Bedeutung

Bei bestimmten Verben gibt das Gerundivum-V eine Absicht bzw. einen Zweck wider. Es hat damit eine finale Bedeutung. Dabei handelt es sich vor allem um folgende Verben:

Übersetzung

Bei allen Wörtern bis auf curare wird das Verb zu einem Verbalsubstantiv umgeformt und durch „zum/zur...“ mit dem Satz verbunden. Curare wird mit dem Hilfsverb „lassen“ und dem Infinitiv übersetzt.

Beispiel 1: Hos libros tibi legendos do.

Beispiel 2: Caesar pontem delendum curavit.

Gerundivum-N

Das Gerundivum-N ist eine passivische -nd-Form. Es drückt eine Notwendigkeit aus.

Bildung

Beim Gerundiv der Notwendigkeit wird an das Verb -ndus, -nda, -ndum bzw. die entsprechenden Formen im Plural angehängt. Dazu kommt eine Form von esse (est/sunt, erat/erant, erit/erunt). Steht im Satz noch ein Wort, dass anzeigt, dass jemand etwas tun muss, steht es als „Urheber“ im Dativ (Dativ des Urhebers = Dativus auctoris).

Übersetzung

Grundsätzliches

Das Gerundivum-N wird übersetzt, indem man das Verb mit „müssen, ist/sind...zu“ und bei Verneinung „nicht dürfen“ verbindet. Der Dativus auctoris wird dabei als Subjekt widergegeben.

Beispiele

Omnibus hominibus leges servandae sunt.

Cuanctandum non est.

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