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Die Grammatik ist im Lateinunterricht ein äußerst wichtiger Bestandteil. Hierbei ist das genaue Lernen der Regeln wichtig, da man ansonsten die Texte nicht richtig übersetzen kann. Eine Erleichterung ist, dass Latein, wenn man es mit der deutschen Grammatik vergleicht, zumindest in den Grundlagen einen ähnlichen Aufbau aufweist.

Inhaltsverzeichnis [Anzeigen] [Verbergen]

Nomen

Merkmale im Allgemeinen

Im Lateinischen lassen sich die Nomen in sechs verschiedene Grundarten der Deklination einsortieren. Die Deklination kann man an der Endung im Nominativ und Genitiv Singular erkennen. Zugleich gibt die Deklinationsart meistens auch auf Aufschluss über das Genus – das „Geschlecht“ – des Wortes. Die Normen haben dabei eins von drei verschiedenen Genera: maskulinum, femininum oder neutrum.

Die Nomen nehmen je nach ihrer konkreten Verwendung unterschiedliche Kasus („Fälle“) an. Im Lateinischen gibt es neben den vier in Deutschland verwendeten Kasus zwei weitere. Je nachdem, wie viele „Dinge“ gemeint sind, werden die Kasus dabei entweder im Singular („Einzahl“) oder im Plural („Mehrzahl“) verwendet. Singular und Plural werden unter dem Oberbegriff des Numerus zusammengefasst.

Die sechs verschiedenen Deklinationsarten

a-Deklination

Wörter der a-Deklination enden auf ein -a. Sie sind meist femininum (abgeleitet vom lateinischen femina („Frau“)). Daneben gehören etwa domina („Herrin“) und serva („Sklavin“, „Dienerin“) zur a-Deklination.

o-Deklination

Bei der o-Deklination endet das Wort dagegen auf ein -us oder -um wie bei dominus („Herr“) bzw. donum („Geschenk“). Sie sind meist masculinum bzw. neutrum, wobei ein -us auf ein maskulinum und ein -um auf ein neutrum schließen lassen.

Einige Wörter enden auch auf -er und werden zur o-Deklination gezählt, z. B. puer („Junge“).

Konsonantische Deklination

Die konsonantische Deklination (auch dritte Deklination genannt) hat keine einheitliche Endung. Das Wort endet dabei im Nominativ Singular auf einen Konsonanten oder ein Vokal. In dieser Deklination sind alle Genera vorhanden, z. B.: orator (maskulinum, „Redner“), arbor (femininum, „Baum“), genus (neutrum, „Geschlecht/Art“).

Endungen maskulinum: -or, -os, -er

Wörter, die auf -or, -os oder -er enden, sind meist maskulinum. Ausnahmen hiervon sind z.B. arbor (fem.), uxor (fem., „Ehefrau“), mulier (fem., „Frau“), cor (neutrum, „Herz“) oder iter (neutrum, „Reise“).

Endungen femininum: -o, -s, -x

Dagegen sind Wörter, die auf -o, -s oder -x enden, meist dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen. Auch hier gibt es Ausnahmen, z.B.: homo (masc., „Mann/Mensch“), rex (masc, „Angeklagter“), dux (masc, „Führer“), senex (masc, „Greis“), iudex (masc, „Richter“), iuvenis (masc, „junger Mann“), limes (masc, „Grenzweg“).

Endungen neutrum: -us, -en

Ein konsonantisches Substantiv ist bei der Endung -en neutral. Ein Neutrum liegt dagegeben bei -us nur vor, wenn der Genitiv Singular auf -ris endet; ist dies nicht der Fall, ist das Substantiv femininum (vgl. Endungen -s).

i-Deklination

Bei der i-Deklination unterscheiden sich die Endungen, ob es sich um ein feminines oder ein neutrales Wort handelt. So haben feminine Wörter die Endung -is und neutrale Wörter die Endung -e, -al oder -ar.

Gemischte Deklination

Die meisten Substantive der gemischten Deklination sind femininum, Ausnahmen aber sind, z.B.: orbis (masc, „Kreislinie“), finis (masc, „Grenze“), canis (masc, „Hund“), hostis (masc, „Feind“), civis (masc, „Bürger“), pons (masc, „Brücke“).

Die Substantive werden nach der gemischten Deklination in zwei Fällen dekliniert:

Hiervon gibt es jedoch wieder Ausnahmen. Hierzu gehören etwa pater (patris), mater (matris), iuvenis (iuvenis).

u-Deklination

Die Endung für maskuline und feminine Wörter in der u-Deklination ist -us und für das Neutrum -u.

Die meisten Wörter sind maskulin. Ausnahmen sind aber: manus (fem), domus (fem), porticus (fem), cornu (neutrum), genu (neutrum).

e-Deklination

In der e-Deklination sind die meisten Wörter feminin. Die Endung ist -es. Eine Ausnahme ist dies (masc).

Kasus

Nominativ

Der Nominativ kennzeichnet, wer handelt oder welche Handlung durchgeführt wird. Es wird meistens mit einem Substantiv gebildet. Das Verb wird an das Substantiv angeglichen (vgl. Verben). Außerdem kann das Subjekt auch allein durch die Verwendung ausgedrückt werden

Amicus exspectat.

Der Freund wartet.

Exspectat.

Er wartet.

Genetiv

Durch den Genetiv wird gekennzeichnet, wem etwas gehört. Es steht bei demjenigen Nomen, auf das es sich bezieht.

Amicus puellae exspectat.

Der Freund des Mädchens wartet.

Dativ

Der Dativ antwortet auf die Frage „Wem?“. Es ist der Gebefall.

Donum amico do.

Ich gebe dem Freund ein/das Geschenk.

Akkusativ

Der Akkusativ zeigt, auf wen oder was sich etwas bezieht. Ein Nomen im Neutrum hat unabhängig seiner Deklinationsform stets im Akkusativ die gleiche Form wie im Nominativ.

Amicus puellam exspectat.

Der Freund erwartet die Freundin.

Ablativ

Den Ablativ gibt es im Deutschen nicht. Er erscheint meist in Verbindung mit Präpositionen (sine, cum, in etc.) und wird im Deutschen als Adverbiale genutzt. Er hat u.a. folgende Sinnrichtungen: Ort (in), Zeit (in), Mittel (cum) und Trennung (sine). Die Beispiele in den Klammern sind nur ein Teil der möglichen Präpositionen.

In villa amicam exspecto.

In der Villa warte ich auf die Freundin.

Vokativ

Der Vokativ existiert im Deutschen ebenfalls nicht. Es ist der „Anredefall„ und wird verwendet, wenn jemand angesprochen wird. Im Deutschen wird der Name in der Grundform wiedergegeben. Das Wort ist meistens mit der Form im Nominativ identisch.

Eine Ausnahme bilden dabei die Formen der o-Deklination (dazu sogleich). Die Endung -us wird durch ein -e ersetzt. Auf -ius endende Eigennamen werden zu einem -i verkürzt. Schließlich behalten Wörter mit -er im Nominativ behalten diese Endung im Vokativ bei:

Marcus → Marce

Lucius → Luci

Glaber → Glaber

Deklinationstabellen

Im Folgenden werden die Deklinationstabellen für die verschiedenen Deklinationsarten dargestellt. Dabei wird hier der Vokativ außen vor gelassen.

a-Deklination

Singular Plural
Nom. -a -ae
Gen. -ae -arum
Dat. -ae -is
Akk. -am -as
Abl. -a -is

o-Deklination (maskulinum/neutrum)

Singular Plural
Nom. -us/-er/-um-i/-a
Gen. -i -orum
Dat. -o -is
Akk. -um -os/-a
Abl. -o -is

Konsonantische Deklination

Singular Plural
masc. fem. neutrum masc. fem. neutrum
Nom. -or/-os/-er -o/-s/-x -us/-en -es/-a
Gen. -is -um/-ium
Dat. -i -ibus
Akk. -em -us/-en -es/-a
Abl. -e -ibus

i-Deklination

Singular Plural
fem. neutrum fem. neutrum
Nom. -is -e/-al/-ar -es -ia
Gen. -is -ium
Dat. -i -ibus
Akk. -im -e/-al/-ar -es -ia
Abl. -i -ibus

u-Deklination

Singular Plural
masc./fem. neutrum masc./fem. neutrum
Nom. -us -u -us -ua
Gen. -us -uum
Dat. -ui -u -ibus
Akk. -um -u -us -ua
Abl. -u -ibus

e-Deklination

Singular Plural
Nom. -es -es
Gen. -ei -erum
Dat. -ei -ebus
Akk. -em -es
Abl. -e -ebus

Adjektive

Allgemeines

Adjektive sind Wörter, die im Allgemeinen Nomen genauer beschreiben (z.B. „jung“). Im Lateinischen gibt es wie bei den Nomen Deklinationsgruppen, allerdings nur die a-, o-, konsonantische und gemischte Deklination.

Die Adjektive müssen nach der KNG-Regel an das Wort, auf das sie sich beziehen, angepasst werden. KNG bedeutet Kasus, Numerus, Genus; das heißt, das Adjektiv wird im Fall, in der Anzahl (Singular oder Pluarl) und an das Geschlecht (masc./fem./neutrum) angepasst.

Endet ein Adjektiv auf -er, so wird die Endung an das Wort gehängt, wobei das „Wurzel-e“ vom -er wegfallen kann:

Adjektive, die sich auf ein Nomen beziehen, stehen meist hinter diesem und sind im Satz ein Attribut:

Puella villam magnam it.

Das Mädchen geht zum großen Landhaus.

Sie können aber auch das Hilfsverb esse („sein“) ergänzen. In diesem Fall bilden sie zusammen mit dem Verb das Prädikat des Satzes und das Adjektiv wird als Prädikatsnomen bezeichnet.

Homines felices sunt.

Die Menschen sind glücklich.

Deklinationstabellen

a- und o-Deklination: laetus, laeta, laetum (hübsch)

masc. fem. neutrum
Sg. Nom. laet-us laet-a laet-um
Gen. laet-i laet-ae laet-i
Dat. laet-o laet-ae laet-o
Akk. laet-um laet-am laet-um
Abl. laet-o laet-a laet-o
Pl. Nom. laet-i laet-ae laet-a
Gen. laet-orumlaet-arumlaet-orum
Dat. laet-is laet-is laet-is
Akk. laet-os laet-as laet-a
Abl. laet-is laet-is laet-is

Gemischte Deklination

Bei der gemischten Dekl. gibt es drei Arten: die dreiendigen, zweiendigen und einendigen Adjektive. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Formen im Nominativ Singular.

Dreiendige gemischte Deklination: acer, acris, acre (scharf)
masc. fem. neutrum
Sg. Nom. acer acr-is acr-e
Gen. acr-is
Dat. acr-i
Akk. acr-e acr-e
Abl. acr-i
Pl. Nom. acr-es acr-ia
Gen. acr-ium
Dat. acr-ibus
Akk. acr-es acr-ia
Abl. acr-ibus
Zweiendige gemischte Deklination: brevis, breve (kurz)
masc./fem. neutrum
Sg. Nom. brev-is brev-e
Gen. brev-is
Dat. brev-i
Akk. brev-em brev-e
Abl. brev-i
Pl. Nom. brev-es brev-ia
Gen. brev-ium
Dat. brev-ibus
Akk. brev-es brev-ia
Abl. brev-ibus
Einendige gemischte Deklination: felix (glücklich)
masc./fem. neutrum
Sg. Nom. felix
Gen. felic-is
Dat. felic-i
Akk. felic-em felix
Abl. felic-i
Pl. Nom. felic-es felic-ia
Gen. felic-ium
Dat. felic-ibus
Akk. felic-es felic-ia
Abl. felic-ibus

Die Steigerung

Die soeben dargestellten Formen stellen allein die Grundstufe, den Positiv, dar. Man kann aber wie im Deutschen auch eine Steigerung vornehmen. Diese kann in der Form des Komparativs und in der Form des Superlativs vorkommen.

Komparativ

Der Komparativ wird gebildet, indem an maskuline und feminine Formen die Endung -ior angehängt wird. Neutrale Formen erhalten im Nominativ und Akkusativ Singular die Endung -ius. An die Endungen (aller Formen) wird wiederum eine Endung für den Kasus und den Numerus angefügt:

masc./fem. neutrum
Sg. Nom. -ior -ius
Gen. -ioris
Dat. -iori
Akk. -iorem -ius
Abl. -iore
Pl. Nom. -iores -iora
Gen. -iorum
Dat. -ioribus
Akk. -iores -iora
Abl. -ioribus

Die Übersetzung hängt dabei vom Satzzusammenhang ab. Wird der Komparativ mit quam und einem Vergleichswort verwendet, so übersetzt man ihn im Deutschen mit „Komparativ + als“:

Canis celerior quam homo est.

Ein Hund ist schneller als ein Mensch.

Befindet sich im Satz dagegen kein Vergleichswort, so wird das Adjektiv mit dem Positiv übersetzt und davor die Adverbien ziemlich, recht, zu oder allzu gestellt:

Equus celerior est.

Ein Pferd ist ziemlich schnell.

Superlativ

Die höchste Vergleichsstufe ist der Superlativ. Er wird mit der Endung -issimus, -a, -um gebildet. Die unterschiedlichen Kasus werden wie Adjektive der a- und o-Deklination angepasst. Endet das Adjektiv auf -er, wird stattdessen -rimus, -a, -um verwendet. Bei Adjektiven, die auf -lis enden, wird der Superlativ wiederum mit der Endung -limus, -a, -um gebildet.

durus → durissimus

miser → miserrimus

facilis → facillimus

Die Übersetzung erfolgt entweder durch den deutschen Superlativ oder den sogenannten Elativ. Er wird durch die Wörter sehr, äußerst, überaus ausgedrückt.

Vor dem Superlativ kann aber auch ein quam stehen. In diesem Fall wird der Superlativ mit „möglichst + Positiv“ übersetzt.

Quintus equum quam celerrimum habet.

Quintus hat ein möglichst schnelles Pferd.

Unregelmäßgie Steigerung

Im Lateinischen gibt es auch Wörter, die unregelmäßig gesteigert werden.

Adverbien

Grundlagen

Das Adverb ist eine Abwandlung des Adjektivs. Es bezieht sich nicht auf ein Nomen, sondern auf ein Verb. Diese Wortart kann nicht dekliniert werden.

Bei der a- und o-Deklination wird das Signalteil durch ein -e ersetzt:

verus → vere

Bei der gemischten Deklination wird ein -iter angehängt. Endet der Wortstamm aber auf ein -nt, erfolgt die Bildung mit -er.

gravis → graviter

libens, libentis → libenter

Steigerung

Das Adverb wird gesteigert, indem man im Komparativ ein -ius anhängt.

Im Superlativ wird ein -issime angehängt oder ein -rime, wenn das Wort auf ein -r endet. Bei Adjektiven der gemischten Deklination auf ein -lis wird -lime ergänzt.

beate, beatius, beatissime

prudenter, prudentius, prudentissime

celer, celerius, celerrime


Verben

Konjugation

Allgemeines

Verben können wie Nomen flektiert werden. Dies heißt hier aber konjugieren (=Konjugation). Es werden folgende Konjugationsarten unterschieden:

Die Konjugationsart kann man an dem Buchstaben vor der Endung -re erkennen:

amare

= a-Konjugation

videre

= e-Konjugation

Bei der konsonantischen Konjugation ist der Buchstabe vor der Endung zwar auch ein „e“. Dieser wird aber kurz gesprochen, wodurch er wegfällt. Die kurzvok. i-Konjugation gleicht im Infinitiv der konsonantischen Konjugation. In der 1. Person und 3. Person Singular unterscheiden sie sich aber.

mittere → mitto

= konsonantische Konjugation

capere → capio

= kurzvokalische Konjugation

Verben sind in folgenden Bereichen konjugierbar:

Konjugationstabellen

Indikativ – Präsensstamm
Präsens Imperfekt Futur I
Aktiv Passiv Aktiv Passiv Aktiv Passiv
1. Pers. Sg. -o -or -ba-m -ba-r/-(i)eba-r -b-o/-a-m -b-or/-a-r
2. Pers. -(i)s -(e)ris -ba-s -ba-ris -bi-s/-e-s -be-ris/-eris
3. Pers. -(i)t -(i)tur -ba-t -ba-tur -bi-t/-e-t -bi-tur/-e-tur
1. Pers. Pl. -(i)mus -(i)mur -ba-mus -ba-mur -bi-mus/-e-mus -bi-mur/-e-mur
2. Pers. -(i)tis -(i)mini -ba-tis -ba-mini -bi-tis/-e-tis -bi-mini/-e-mini
3. Pers. -nt -ntur -ba-nt -ba-ntur -bu-nt/-ent -bu-ntur/-e-ntur

Bei der i- und konsonantischen Konjugation werden im Imperfekt ein -e- vor die Endung gesetzt (also: -ebam etc.) und bei der kurzvokalischen i-Konjugation im Imperfekt sowie Futur I ein -ie- (also: -iebam etc.).

Bei der kurzvokalischen i-Konjugation ergeben sich noch Änderungen für einige Endungen:

Bei der i- und konsonantischen Konjugation sind die Endungen der 3. Person Plural Präsens Aktiv und der 3. Person Plural Präsens Passiv -unt bzw. -untur.

Das -nt der 3. Person Plural Präsens wird bei der i-Konjugation und der kurzvokalischen i-Konjugation durch ein -unt ersetzt.

Audiunt.

Sie hören.

Im Futur I entscheidet die Konjugationsart, ob man die Variante mit -b-/-bi-/-bu- oder -a-/-e- nehmen muss. Ist ein Verb der a- oder e-Konjugation angehörig, wird die erste bei den anderen die zweite genommen.

Konjunktiv – Präsensstamm
Präsens Imperfekt
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
1. Pers. Sg. -a-m -a-r -re-m -re-r
2. Pers. -a-s -a-ris -re-s -re-ris
3. Pers. -a-t -a-tur -re-t -re-tur
1. Pers. Pl. -a-mus -a-mur -re-mus -re-mur
2. Pers. -a-tis -a-mini -re-tis -re-mini
3. Pers. -a-nt -a-ntur -re-nt -re-ntur

Das -a- des Präsens Konjunktiv wird bei der a-Konjugation durch ein -e- ersetzt:   voco → vocem.

Bei der kurzvok. i-Konj. wird im Präsens ein -i- vor die Endung gesetzt (-iam, -iar etc.) und im Imperfekt ein -e- (-erem, -erer etc.).

Indikativ – Perfektstamm
Perfekt Plusquamperfekt Futur II
Aktiv Passiv Aktiv Passiv Aktiv Passiv
1. Pers. Sg. -i -tus sum -eram -tus eram -ero -tus ero
2. Pers. -i -tus es -eras -tus eras -eris -tus eris
3. Pers. -it -tus est -erat -tus erat -erit -tus erit
1. Pers. Pl. -imus -ti sumus -eramus -ti eramus -erimus -ti erimus
2. Pers. -istis -ti estis -eratis -ti eratis -eritis -ti eritis
3. Pers. -erunt -ti sunt -erant -ti erant -erint -ti erunt

Anstelle des -tus bzw. -ti (oder -sus, -sa, -sum, wenn das Verb auf ein -s endet) können auch andere Endungen vorkommen, je nachdem wie das Subjekt ist. Hier gilt die KNG-Regel.

Konjunktiv – Perfektstamm
Perfekt Plusquamperfekt
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
1. Pers. Sg. -erim -tus sim -issem -tus essem
2. Pers. -eris -tus sis -isses -tus esses
3. Pers. -erit -tus sit -isset -tus esset
1. Pers. Pl. -erimus -ti simus -issemus -ti essemus
2. Pers. -eritis -ti sitis -issetis -ti essetis
3. Pers. -erint -ti sint -issent -ti essent

Partizipien

Im Lateinischen gibt es drei Arten von Partizipien:

Die Partizipien werden aus den Verben gebildet. Mit ihnen kann man Satzkonstruktionen erstellen. Dies und die Übersetzungen werden im Bereich Satzkonstruktionen erklärt.

Partizip Präsens Aktiv – PPA

Der Signalteil des PPA ist -nt-. An ihn wird die Endung angehängt. Es stellt eine Gleichzeitigkeit dar.

Sg. Pl.
Nom. -ns -ntes/-ntia
Gen. -ntis -ntium
Dat. -nti -ntibus
Akk. -ntem/-ns -ntes/-ntia
Abl. -nte -ntibus

Partizip Perfekt Passiv – PPP

Der Signalteil des PPP ist -tus, -a, -um. Es stellt eine Vorzeitigkeit dar.

Sg. Pl.
Nom. -tus, -ta, -tum -ti, -tae, -ta
Gen. -ti, -tae, -ti -torum, -tarum, -torum
Dat. -to, -tae, -to -tis, -tis, -tis
Akk. -tum, -tam, -tum -tos, -tas, -ta
Abl. -to, -ta, -to -tis, -tis, -tis

Partizip Futur Aktiv – PFA

Der Signalteil des PFA ist -turus, -a, -um. Es stellt eine Nachzeitigkeit dar.

Sg. Pl.
Nom. -turus, -tura, -turum -turi, -turae, -tura
Gen. -turi, -turae, -turi -turorum, -turarum, -turorum
Dat. -turo, -turae, -turo -turis, -turis, -turis
Akk. -turum, -turam, -turum -turos, -turas, -tura
Abl. -turo, -tura, -turo -turis, -turis, -turis

Satzkonstruktionen

Satzkonstruktionen mit Partizipien

Hat man ein PPP, PPA oder PFA, so gibt es zwei Satzkonstruktionen, die mit diesen gebildet werden können. Zum einen das Participium coniunctum und der Ablativus absolutus.

Participium coniunctum – PC

Der PC wird ohne eine Form von esse gebildet und hat ein Bezugswort, mit dem es gemäß der KNG-Regel übereinstimmt. Es kann alle Kasus annehmen; außerdem kann das PC die Sinnrichtungen „temporal, kausal, final, konzessiv oder modal“ haben. Man kann zudem zwischen den Übersetzungsvarianten Beiordnung, Unterordnung und Substantivierung (B-U-S) unterscheiden.

Bei einem PC mit einem PFA ist die Sinnrichtung meist final, selten kausal.

Beispiel (Vorzeitigkeit, temporal): Urbs condita petivitur.

Beispiel (Gleichzeitigkeit, kausal): Caesar viri potenti habens Gallos superavit.

Beispiel (Nachzeitigkeit, final): Caesar Galliam expugnaturus ex urbe Roma profectus est.

Ablativus absolutus – Abl. abs.

Grundlagen

Der Abl. abs. ist eine Satzkonstruktion ähnlich dem PC, nur ist er grammatisch nicht mit dem übrigen Satz unmittelbar verbunden, sondern absolut, d.h. losgelöst. Man erkennt ihn an einem Nomen und einem Partizip im Ablativ.

Er kann in den Sinnrichtungen „temporal, kausal, konvessiv, modal oder konditional vorkommen, aber nur mit dem PPP und PPA. Wie das PC kann man den Abl. abs. als Beiordnung, Unterordnung oder Substantivierung in den Satz einbauen.

Beispiel

Magistro intrante discipuli salutant.

Satzkonstruktionen mit dem Infinitiv

Accusativus cum Infinitivo – AcI

Grundsätzliches
„Ein AcI ist Objekt eines übergeordneten Verbs der Wahrnehmung, des Wissens oder des Sprechens oder bestimmter unpersönlicher Ausdrücke (z.B. licet). Das Prädikat des eingebetteten Satzes steht im Infinitiv. Ist der AcI vorzeitig, steht das Prädikat im Infinitiv Perfekt. Das Subjekt des eingebetteten Satzes steht im Akkusativ.“[1]Wikipedia: Accusativus cum infinitivo

Der AcI muss im Deutsch meist mit einem „dass-Satz“ wiedergegeben werden. Dabei wird der Akkusativ als Subjekt und der Infinitiv entsprechend dem Nomen als Prädikat übersetzt.

Beispiel

Amicam clamare audio. – Ich höre, dass die Freundin ruft.

Hier könnte man den AcI auch wörtlich übersetzen: Ich höre die Freundin rufen.

Nominativus cum Infinitivo – NcI

Der NcI ist dem AcI ähnlich. Hier bleibt das Subjekt des eingebetteten Satzes im Nominativ stehen. Außerdem müssen die Verben dicitur/dicuntur, traditur/traduntur, fertur/feruntur, videtur/videntur im Passiv (hier schon im Passiv stehend) im übergeordneten Satz stehen.

Übersetzung
Beispiele

Socrates vir sapientissimus fuisse dicitur.

Alexander Magnus ab Aristotele philosoho educatus esse traditur.

Nonnulli homines hoc periculum neglexisse videntur.

Konjunktiv im Hauptsatz

Steht das Verb im Hauptsatz im Konjunktiv, so ist beim Übersetzen wichtig auf die Umgebung zu achten, da durch diesen Modus verschiedene Sinnrichtungen ausgedrückt werden können.

Optativ

Dies ist die „Wunschform“ und drückt einen als erfüllbar gedachten Wunsch in der Gegenwart aus.

Kennzeichen

Der Optativ wird meist mit utinam + Konj. Präsens und allen Personen gebildet. Am Ende des Satzes steht ein Ausrufezeichen. Die Verneinung wird mit ne gebildet.

Übersetzung

Man übersetzt ihn mit „Hoffentlich...!“ oder „Imperativ + ...doch...!“, z.B. Utinam mecum (ne) consentias! – Hoffentlich stimmst du mit mir (nicht) überein!/ Stimm doch mit mir (nicht) überein!

Hortativ

Durch den Hortativ wird eine Aufforderung oder ein Appell ausgedrückt.

Kennzeichen

Er steht nur in der 1. Pers. Pl. Am Satzende wird ein Ausrufezeichen verwendet und bei einer Verneinung wird ne ergänzt.

Übersetzung

Die Übersetzung erfolgt entweder mit „Lasst uns...!“ oder mit einem vorangestellten Prädikat durchführen, z.B. Consulamus saluti civium! – Lasst uns für das Wohl der Bürger sorgen!/Sorgen wir für das Wohl der Bürger!

Jussiv

Man drückt hier einen Befehl oder eine Aufforderung an die 3. Pers. aus.

Kennzeichen

Der Jussiv kommt nur in der 3. Pers. Sg. und Pl. vor, es steht ein Ausrufezeichen am Ende und man verneint ein Verb mit ne.

Übersetzung

Mit „...soll(en)...!“ werden diese Sätze übersetzt, z.B. Iste urbem (ne) intret! – Der da soll die Stadt (nicht) betreten!

Prohibitiv

Durch den Prohibitiv äußert man ein Verbot an die 2. Pers.

Kennzeichen

Er kommt in der 2. Pers. Sg. und Pl. zusammen mit ne und dem Konjunktiv Perfekt vor. Am Ende steht ein Ausrufezeichen.

Übersetzung

Man übersetzt den Prohibitiv durch den verneinten Imperativ, z.B. Ne nocueritis amicis! - Schadet den Freunden nicht!

Deliberativ

Durch ihn wird eine überlegende oder zweifelnde Frage gestellt.

Kennzeichen

Die Form, mit der die Frage gestellt wird, ist die 1. Pers. Sg. und Pl. im Präsens. Am Ende steht ein Fragezeichen.

Übersetzung

Die Übersetzung erfolgt mit „...Soll(en) ich/wir...?“, z.B. Quid faciamus? - Was sollen wir tun?

Potentialis

Man drückt mit dem Potentialis eine Möglichkeit aus oder macht eine abgeschwächte Aussage.

Kennzeichen

Er kann mit allen Personen gebildet werden. Am Ende steht kein Ausrufezeichen und die Verneinung erfolgt mit non.

Übersetzung

Man übersetzt in mit „(wird/könnte/dürfte) wohl“, z.B. Omnes sciant te fidum esse. – Alle wissen wohl/dürften wohl wissen/könnten wohl wissen,, dass du zuverlässig ist.

Indirekte Rede – Oratio obliqua

Allgemeines

Im Lateinischen gibt es verschiedene Varianten, die indirekte Rede auszudrücken – abhängig vom Satzteil. Bei normalen Hauptsätzen und rhetorischen Fragen wird das AcI, bei allen Gliedsätzen der Konjunktiv und bei Aufforderungen, Wünschen, Befehlen, Verboten, echten Fragen ebenfalls der Konjunktiv verwendet.

Man verneint im Hauptsatz mit ne und der Präteritum wird mit dem Präsens übersetzt. Im Deutschen werden alle Sätze mit dem Konjunktiv wiedergegeben. Eine Ausnahme bilden die Aufforderungen, Wünsche etc.: Hier kann man für die Übersetzung „solle/sollten“ verwenden.

Zu den Formen der Oratio obliqua im Deutschen

Formen der Gleichzeitigkeit: Präsensstamm im Aktiv

Die 3. Pers. Sg. wird stets mit dem Konjunktiv übersetzt, d.h. der Infinitiv ohne -n, z.B. er komme. In der 3. Pers. Sg. gibt es jedoch zwei Möglichkeiten:

Ist das Wort ein schwaches Verb umschreibt man den Konjunktiv mit "würden", ist es aber ein starkes Verb wird der Stamm verändert, sodass meist ein Umlaut in der Präteritumsform vorkommt, z.B. sie würdenarbeiten – sie kämen.

Formen der Vorzeitigkeit: Perfektstamm im Aktiv

Bei der 3. Pers. Sg. gibt es im Konjunktiv nur die zwei Formen „habe/sei + PPP“. Bei der entsprechenden Form im Plural gibt es „hätten/seien + PPP“, z.B. er/sie sei/seien gekommen.

Konjunktivische Relativsätze

Relativsätze stehen im Lateinischen normalerweise im Indikativ und bilden dann Attributsätze. Es gibt jedoch konjunktivische Relativsätze. Sie bringen meist eine bestimmte Sinnrichtung zum Ausdruck und erfüllen so die Funktion eines Adverbialsatzes. Eine Ausnahme bildet die Modusangleichung.

Kausaler Sinn

Für diese Sinnrichtung gibt es die Möglichkeit mit einem „Relativpronomen + ja/doch“ oder die Umsetzung in einem Kausalsatz, z.B. Cur tibi invideam, qui omnibus rebus abundem? - Warum sollte ich dich beneiden, der ich ja/doch an allem Überfluß habe/, da ich (ja/doch) an allem Überfluß habe?

Finaler Sinn

Man kann zwischen der Übersetzung mit einem „Relativpronomen + sollen“ und der Umsetzung in einem Finalsatz wählen, z.B. Britanni legatos miserunt, qui pacem peterent. – Die Briten schickten Gesandte, die um Frieden bitten sollten/, um um Frieden zu bitten.

Konzessiver Sinn

Hier ist nur eine Umsetzung in einen Konzessivsatz möglich. Beispiel: Romani, qui numero Gallis inferiores essent, (tamen) illos superaverunt – Obwohl die Römer den Galliern an Zahl unterlegen waren, besiegten sie jene.

Konsekutiver Sinn

Ein konsekutiver Sinn liegt dann vor, wenn man im übergeordneten Satz „von der Art, dass“ ergänzen kann oder wenn dort tam, talis, is tantus, eiusmodi u.ä. steht.

Man übersetzt den Relativsatz mit einem „Relativpronomen + können“ oder mit einer Umsetzung in einen Konsekutivsatz, z.B. Non is sum, qui mortis periculo terrear. – Ich bin nicht ein solcher (Ich bin nicht ein Mann), der durch Todesgefahr erschreckt werden könnte/, dass ich durch Todesgefahr erschreckt werden könnte.

Ein konsekutiver Nebensinn liegt auch nach folgenden Wendungen vor, wobei der lateinische Konjunktiv im Deutschen nicht berücksichtigt wird:

Nach dignus/indignus, qui... muss der Relativsatz in eine Infinitiv- oder dass-Satz-Konstruktion umgewandelt werden, z.B. Neglegentia tua digna est, quae reprehendatur. – Deine Nachlässigkeit verdient es/ist es wert, dass sie getadelt wird/getadelt zu werden.

Relativische Satzverschränkung

Gelegentlich kommt es vor, dass ein AcI/NcI in einem Relativsatz „verschränkt“, also eingebaut ist. Beim Übersetzen setzt man das AcI/NcI auslösende Verb in eine „wie-Parenthese“. Manchmal ist es auch möglich, das dieses Verb mit einem adverbialen Ausdruck zu übersetzen.

Beispiele

Socrates, quem philosophum clarissimum fuisse scimus capitis damuatus est.

Caesar, quem potentiae cupidum fuisse constat, occisus est.


Gerundium/Gerundivum

Gerund(ium)

Das Gerund(ium) ist der substantivierte Infinitiv. Er erscheint in den Singular-Formen der o-Deklination, aber nicht im Nominativ. Also:

Bildung

Das Gerund wird gebildet, indem man bei der a-/e-Konj. an den Präsens-Stamm die Endung des Gerunds anhängt, z.B. voca-ndi, mone-ndi.

Bei der i-/kons./gemischten Konj. wird zwischen dem Präsens-Stamm und der Endung der Bindevokal -e- gestellt: audi-e-ndi, mitt-e-ndi, capi-e-ndi.

Übersetzung

Genetiv/Dativ

Der Genetiv bzw. Dativ wird mit dem Infinitiv mit zu oder einer Substantivierung wiedergegeben.

Beispiel: occasio fugiendi

ad + Akkusativ oder causa (nachgestellt) + Genetiv

Diese Form wird mit „um...zu/ zum/ zur“ übersetzt.

Beispiel: ad clam fugiendum

Bloßer Ablativ

Dieser kann durch die Wendungen „durch + Substantivierung“ oder durch „dadurch dass/indem + Gliedsatz“ ins Deutsche gebracht werden.

Beispiel: fugiendo se servavit

in + Ablativ

Es wird mit „bei/beim + Substantivierung“ übersetzt.

Beispiel: in fugiendo

Gerundivum-V/Gerundivum-Z

Gerundivum-V

Das Gerundivum-V beschreibt einen Vorgang (deshalb Gerundivum-V = Gerundivum des Vorgangs) sieht wie ein Adjektiv der a-/o-Deklination und kommt immer mit einem Bezugswort vor. Mit diesem stimmt es in der KNG-Kongruenz überein. Es können aber alle Kasusformen verwendet werden, d.h. auch der Plural.

Bildung

Das Gerundivum-V wird gebildet, indem man an das zu substantivierende Verb -nd- + der entsprechenden Endung in der a-/o-Deklination gehängt wird, um die KNG-Kongruenz zu erfüllen.

Übersetzung

Für die Übersetzung gelten die gleichen Regeln wie bei dem Gerund.

Beispiele zum Erscheinen

Gerundivum-Z

Bedeutung

Bei bestimmten Verben gibt das Gerundivum-V eine Absicht bzw. einen Zweck wider. Es hat damit eine finale Bedeutung. Dabei handelt es sich vor allem um folgende Verben:

Übersetzung

Bei allen Wörtern bis auf curare wird das Verb zu einem Verbalsubstantiv umgeformt und durch „zum/zur...“ mit dem Satz verbunden. Curare wird mit dem Hilfsverb „lassen“ und dem Infinitiv übersetzt.

Beispiel 1: Hos libros tibi legendos do.

Beispiel 2: Caesar pontem delendum curavit.

Gerundivum-N

Das Gerundivum-N ist eine passivische -nd-Form. Es drückt eine Notwendigkeit aus.

Bildung

Beim Gerundiv der Notwendigkeit wird an das Verb -ndus, -nda, -ndum bzw. die entsprechenden Formen im Plural angehängt. Dazu kommt eine Form von esse (est/sunt, erat/erant, erit/erunt). Steht im Satz noch ein Wort, dass anzeigt, dass jemand etwas tun muss, steht es als „Urheber“ im Dativ (Dativ des Urhebers = Dativus auctoris).

Übersetzung

Grundsätzliches

Das Gerundivum-N wird übersetzt, indem man das Verb mit „müssen, ist/sind...zu“ und bei Verneinung „nicht dürfen“ verbindet. Der Dativus auctoris wird dabei als Subjekt widergegeben.

Beispiele

Omnibus hominibus leges servandae sunt.

Cuanctandum non est.


Quellen

  1. Satzkonstruktionen
  2. Wikipedia: Accusativus cum infinitivo