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Biologie: 8. Klasse | Evolution

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Evolution

Überblick

vor ... mya Zeitalter Ereignisse
6000   Erdentstehung Erdaltertum
4000   erste Biomoleküle
3500   erste Prokaryoten in der Ursuppe
3000   erste pflanzliche Einzeller (freier O2)
800   Trennung von Tier- und Pflanzenreich
600 Kambrium Stämme aller Wirbellosen
400 Devon erste Insekten Erdneuzeit
230 Trias erste Säuger
200 Jura Hochzeit der Saurier
70 Tertiär Aussterben der Saurier und Aufblühen der Säugetiere
2 Quartär Mensch

Erklärungstheorien für den Artenwandel

Lamarckismus

Jean Baptiste de Lamarck (1744-1829) war Professor für Botanik, untersuchte den Aufbau von Pflanzen und erkannte eine natürliche Beziehung zwischen Gruppen und Arten. Er formulierte den Satz „Lebewesen steigen im Laufe der Erdgeschichte eine Stufenleiter empor!“, an deren höchster „Sprosse“ Gott stand.

Die Ursache für den Artenwandel sah er im „Streben nach Vervollkommnung“. Demnach werden Organe oder Körperteile durch Benutzung bzw. Nichtbenutzung weiter verfeinert bzw. gehen verloren. Diese erworbenen Eigenschaften werden an die Nachkommen vererbt.

Seine Vermutungen sind jedoch falsch.

Darwinismus

Charles Darwin (1809-1882) war ein Sohn reicher Eltern und studierte u.a. Theologie, Medizin und Naturwissenschaften. Er nahm an einer Forschungsreise auf dem englischen Vermessungsschiff Beagle teil und besuchte auch die Galapagos-Inseln.

1859 veröffentlichte er seine Abstammungstheorie: „The origines of species by means of natural selection“ („Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl (Selektion“)). Dabei prägte er wichtige Begriffe:

Hinweise auf die Evolution

Die Paläontologie ist die Wissenschaft von den Überresten der Floren und Faunen (Tier- und Pflanzenwelten) vergangener Erdzeitalter.

Fossilien

Unterschiedliche Ablagerungen bilden unterschiedliche Schichten. Die Erdzeitalter sind nach diesen benannt und man kann in ihnen z.B. Einschlüsse, Abdrücke, Versteinerungen, Sedimente, Überreste von Lebewesen und auch Mumien entdecken.

Weitere Hinweise
Keimesentwicklung

Während der Embryonalentwicklung werden bestimmte Strukturen der Stammesgeschichte in bestimmten Stadien ausgebildet bzw. angedeutet. So besitzt der Mensch im ersten Monat Beugefalten („Kiemenfalten“), im zweiten eine Milchdrüsenleiste und nach circa 4,5 Monaten „Wolfshaar“ (Lamugo) am ganzen Körper.

Atavismen

Sind Elemente, die während der Embryonalentwicklung auftauchen und in dieser normalerweise wieder zurückgebildet werden, bleiben bestehen.

Rudimente

Sind Überbleibsel der Stammesgeschichte, die heute funktionslos sind bzw. neue Aufgaben übernommen haben. Beim Menschen hat z.B. der Blinddarm die Funktion der Immunabwehr anstelle der Verdauung von Zellulose übernommen.

Altersbestimmung bei Fossilien

Es gibt verschiedene Methoden um das Alter von Überresten zu bestimmen:

Entwicklung der Wirbeltiere – Brückentiere

Brückentiere sind Lebewesen, die Merkmale mehrerer Tiergruppen in sich vereinigen und eine Übergangsform zwischen der älteren und jüngeren Tiergruppe darstellen. Sie bilden die „connecting-links“ bzw. „missing-links“.

Beispiele

Ein Beispiel ist der Quastenflosser, der den Übergang zwischen Fischen und Amphibien bildet. Des weiteren ist z.B. der Archaeopteryx, der ein Brückentier zwischen Reptilien und Vögeln darstellt.

Archaeopteryx Vogelmerkmale Reptilienmerkmale
Flügel mit Federn und freie Finger mit Krallen Flügel mit Federn Vorderbeine mit Fingern und Krallen
Hornschnabel mit Kiefer und Zähnen Hornschnabel ohne Zähne Schnauze mit Kiefer und Zähnen
siehe Reptil; kein Kahnbein Rippen verwachsen; Kahnbein vordere Rippen mit Brustbein verwachsen; hintere frei

Der Archaeopteryx lebte wahrscheinlich auf Bäumen bzw. Felsen. Die freien Finger dienten zum Klettern, der Flügel und lange Schwanz zum Gleiten, da er nicht aktiv flog.

Übersicht zur Entstehung der heutigen Tiergruppen

Übersicht zur Entstehung der heutigen Tiergruppen
Übersicht zur Entstehung der heutigen Tiergruppen

Bauplanvergleiche

Um die Verwandtschaft von Lebewesen bestimmen zu können, vergleicht man deren Baupläne.

Homologe Merkmale

Die homologen Merkmale sind Abwandlungen eines Merkmals, die auf einen Grundbauplan eines gemeinsamen Vorfahren zurückzuführen sind, z.B. die Vorderextremitäten aller Wirbeltiere.

Analoge Merkmale – Analogie

Die Analogien (griech. analogos = entsprechend) sind Merkmale, z.B. Organe, mit gleicher Funktion, aber unterschiedlichen Grundbauplan, d.h. unterschiedlichen Vorfahren. Beispiele dafür sind u.a.:

Unter Konvergenz versteht man die Ansammlung von Analogien als Anpassung an einen gemeinsamen Lebensraum, z.B. die Stromlinienform der im Wasser lebenden Wirbeltiere.

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