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Geographie: 8. Klasse

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Licht und Wärme – ungleiche Verteilung

Die Sonneneinstrahlung zwischen Pol und Äquator ist sehr unterschiedlich. Nach dem Einstrahlungswinkel der Sonne (Pol = spitzer Winkel; Äquator = senkrechter Winkel):

ZoneLageTemperatur
Kalte Zone90° - 66,5°um und unter 0°C
Gemäßigte Zone66,5° - 45°Jahresmittel: 8°C
Subtropen45° - 23,5°Jahresmittel: 18°C
Tropen23,5° N - 23, 5° SJahresmittel: 25°C

Das Licht allein beeinflusst aber nicht das Klima. Weitere entscheidende Faktoren sind die Lage zum Meer, die Höhenlage der Gebirge und der Einfluss von Meeresströmungen.

Klimazonen

Klimazonen sind Gebiete mit einem vergleichbaren typischen Klima. Zur Abgrenzung gibt es zwei unterschiedliche Vorgehensweisen:

  1. Effektives Klimasystem: vergleichbare messbare Klimaelemente (Temperatur, Niederschlag) durch Vegetation
  2. Genetisches Klimasystem:Ursachen der Entstehung (Luftmassen oder Druck- und Windsysteme)

Vegetationszonen

Vegetationszonen sind Gebiete mit einer vergleichbaren typischen Vegetation. Jede Pflanze besiedelt nach ihren Ansprüchen an Klima und Boden ein eigenes Gebiet.

KlimazonenVegetationszonenVegetation
Kalte Zone
  • Eiswüste
  • Tundra
  • Taiga
  • Moose, Flechten
  • Nadelwald
Gemäßigte Zone
  • Laub-, Misch-, Nadelwald

  • Steppe
  • sommergrüne Laub- und Mischwälder
  • Urgräser
Subtropen
  • Hartlaubvegetation
  • subtropischer Feuchtwald
  • Steppe
  • Hartlaubgewächse
  • Olivenbäume, Korkeichen
  • Gräser
Tropen
  • Wüste, Halbwüste
  • Dornwald, -savanne
  • Trockenwald, -savanne
  • Trockenwald, -savanne
  • Feuchtwald, -savanne
  • tropischer Regenwald
  • Gräser
  • Urgräser, Dornenbüsche




Ein Tag in den inneren Tropen

Merkmale des Klimas

In den inneren Tropen herrscht ein Tageszeitenklima, das heißt die Temperaturunterschiede sind innerhalb eines Tages größer als die im Laufe eines Jahres. In den gemäßigten Breiten herrscht dagegen ein Jahreszeitenklima. Außerdem ist die Luft schwül-heiß, der Sonnenaufgang und -untergang läuft immer zur gleichen Zeit rasch ab. Außerdem gibt es starke Gewitter und Regenfälle am Nachmittag. Zudem ist Tag so lang wie die Nacht; dies nennt man „Äquinoktium“.

Passate – Winde der Tropen

Passate sind beständige Winde, die vom südlichen und nördlichen Wendekreis in Richtung Äquator wehen. Dies liegt daran, dass am Äquator, dem ITC (innertropische Konvergenzzone), die Luft erhitzt wird und Wasser verdunstet. Die Luft steigt nach oben, bildet Wolken und kühlt sich ab. Am Boden entsteht dadurch ein Tiefdruckgebiet.

Die abgekühlte Luft weht in Richtung der Wendekreise, wo sie absinkt und sich aufwärmt. Dadurch entsteht ein Hochdruckgebiet. Von diesen Gebieten aus wandert die Luft in Richtung Äquator, wo der Kreislauf von neuem beginnt.

Bereiche in den Tropen

Es gibt drei Einteilungen für die Tropen:

In der Wüste

Afrika

In Afrika gibt es drei große Wüsten: die Sahara, die Kalahari und die Namib. Die drei haben folgende Gemeinsamkeiten: kaum Niederschlag (maximal 150mm pro Jahr), große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie hohe Ein- und Ausstrahlung wegen fehlender Wolkendecke.

WüstenartArabischer NameAnteil
SandwüsteErg20%
Stein-, FelswüsteHamada30%
Feine KieswüsteSehir50%

Entstehung einer Wüste

In einer Wüste heizt sich der Boden soweit auf, dass sich das Gestein ausdehnt und sich in der Nacht bei starker Abkühlung zusammenzieht, wodurch es zerspringt. Außerdem sind die Verwitterungskräfte durch Wind und Wasser sehr groß und das Material wird dadurch ständig zerkleinert, wodurch es auch leichter durch den Wind abtransportiert und abgelagert werden kann.

Der Orient

Geographisch gehören die Staaten Nordafrikas, des Nahen Ostens und des Mittleren Ostens zum Orient.

Veränderungen durch das Erdöl

Als in den arabischen Ländern Erdöl gefunden und exportiert wurde, wurden die Länder sehr reich und das Geld konnte in verschiedene Bereiche investiert werden:

Erdöl – Das schwarze Gold

Definition: Erdöl ist ein fossiler Energieträger zur Erzeugung von Elektrizität und dient als Brennstoff vieler Verkehrs- und Transportmittel. In der chemischen Industrie wird es auch zur Produktion von Kunststoffen und anderen Produkten genutzt. Es ist zudem ein wichtiger Rohstoff in den modernen Industriegesellschaft.

Viele Länder fördern und verkaufen Öl an andere Länder. Die Staaten mit den meisten Exporten sind unten aufgeführt.

Rohölexporte nach Ländern
Rohölexporte nach Ländern

Oasen im Wandel

Oasen sind grüne Inseln in der wüste. Die wichtigste Pflanze ist hierbei die Dattelpalme, da sie dem Besitzer Nahrung liefert und den anderen Pflanzen Schatten spendet.

Damit jedoch die Pflanzen und Menschen leben können, braucht man Wasser. Dies kann auf verschiedene Art und Weise gefördert werden:

Veränderungen

Durch das Geld, das durch den Erdölverkauf erwirtschaftet wurde, konnte man nun asphaltierte Straßen bauen, wodurch die Oasen mit den Küstenstädten verbunden wurden. Dadurch konnten auch LKWs eingesetzt werden, mit denen Nahrung geliefert werden. Somit werden Datteln nur zum Export angebaut.

Außerdem steigt der Tourismus, wodurch ein höherer Wasserbedarf vorhanden ist. Es wandern jedoch auch die Menschen ab, um als Gastarbeiter in Europa oder auf Erdölfeldern zu arbeiten. Es wurden auch (neue) Schulen errichtet.

Motorpumpen – Gut oder schlecht?

Für Motorpumpen spricht, dass mehr Wasser gefördert wird, es eine größere Anbaufläche gibt und dadurch mehr Profit und dass Hunger vermieden kann.

Dagegen spricht hingegen, dass der Grundwasserspiegel sinkt und dadurch die Pflanzen absterben, dass ein höherer Wasserbedarf vorhanden ist und das die Böden versalzen.

Bei den Tuareg – Nomadismus

Steckbrief

Die Tuareg werden als „Blaue Ritter der Wüste“ bezeichnet. Sie leben in der südlichen Sahara zwischen dem Ahaggar- und dem Air-Gebirge (in Mali, Niger und Algerien). Die Tuareg sind Wanderhirten.

Veränderte Lebensweise

Zunehmend übernehmen LKWs die Handelsgeschäfte und die Transporte. Zusätzlich nehmen die Bevölkerung und die Herden zu und wegen dem Trinkwassermangel werden Motorpumpen eingesetzt. Dadurch sinkt der Grundwasserspiegel, wodurch um die Tiefbrunnen herum eine Überweidung und Versteppung stattfindet.

Deshalb gibt es Ansiedlungsprogramme am Rand der Oasen.

Afghanistan

Das Land liegt im Mittleren Osten, in Südwestasien und ist vom Iran, von Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und China umgeben. Es besitzt viele Gebirge, Wüste und wenig fruchtbares Land.

Geschichte im 20. Jahrhundert

In Afghanistan wurde nach dem Vorbild der UdSSR ein sozialistischer Staat aufgebaut. Da dadurch aber auch Großgrunde verstaatlicht wurden, lehnten sich diese auf. Dies führte zu einem Bürgerkrieg, in den Sowjetunion auf Seiten der Regierung eingriff. Nachdem die Sowjetunion 1991 zusammengebrochen war, eroberten die Mudschaheddin am 18. April 1992 und die Regierung brach zusammen. Danach bekriegten sich die Gruppierungen gegenseitig und ein weiterer Bürgerkrieg begann.

Als Reaktion darauf entstand die Bewegung der Taliban. Ihr gehörten Afghanen an, die in Pakistan ausgebildet wurden. 1994 konnte sie die Stadt Kandahar erobern und ihren Einfluss ausdehnen, wodurch sie 1995 schon weitere Städte erobert hatten. Am 27. September 1996 wurde Kabul erobert die Taliban rief das „Islamische Emirat Afghanistan“ aus. Dieses Land wurde jedoch von nur vier Staaten anerkannt. 1998 stand 90% Afghanistans unter der Führung der Taliban.

Da die Taliban den Koran auf eine extreme Art auslegen, wurden massiv Menschenrechte verletzt; insbesondere Frauen wurden viele (oder alle) Rechte entzogen. Bemühungen der Vereinten Nationen, eine friedliche Lösung zu finden, scheiterten.

Zusätzlich zu dem Bürgerkrieg hatte das Land mit Armut, Dürre, zerstörter Infrastruktur und mit mit massiven Gebrauch von Landminen zu kämpfen. Diese Bedingungen forderten drei bis vier Millionen Tote.

Nach dem 11. September 2001

Nach den Terroranschlägen 2001 starteten die USA am 7. Oktober 2001 die Operation „Enduring Freedom“, um das Regime der Taliban zu stürzen, indem man durch Luftangriffe die Führung unter Osama Bin Laden zu zerschlagen versuchte. Unter den NATO-Ländern war man sich einig, dass der Einsatz gerechtfertigt sei, während in islamischen Ländern Proteste dagegen laut wurden.

Am 13. November fiel Kabul und die Nordallianz, die zuvor nur circa 10% des Landes regierten, konnte fast das gesamte restliche Land erobern. 2002 wurde Hamid Karsai als Übergangspräsident eingesetzt und eine internationale Schutztruppe aufgestellt.

Südamerika

Unter Lateinamerika versteht man die spanisch und portugiesisch sprechenden Länder Mittel- und Südamerikas.

Die Yanomami – Leben im Einklang der Natur

Der Regenwald ist ein traditionelles Siedlungsgebiet der indigenen (einheimischen) Völker Südamerikas. Zu diesen zählen auch die Yanomami, die eine andere Lebensweise als die „moderne Gesellschaft“ haben:

Die Yanomami leben in einer an die Natur angepassten Wirtschaft und nutzen die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen nachhaltig, das heißt sie nutzen nur so viel, wie sie benötigen.

Verstädterung in Südamerika

Der Grad der Verstädterung ist in den meisten Hauptstädten Südamerikas sehr hoch. In Ecuador lebt fast die Hälfte der Bevölkerung in der Großstadt Guayaquil. Dies hat verschiedene Gründe:

São Paulo

São Paulo ist neben Rio de Janeiro eine Megacity im Süden Brasiliens. Im Kern leben in der Stadt 12 Millionen Menschen und insgesamt 20 Millionen. Davon leben aber insgesamt 6 Millionen Menschen, so viel wie in ganz Rio de Janeiro, in Favelas (Slums in Südamerika).

(Selektiver) Holzeinschlag

Beliebte Tropenhölzer, wie Teak, Limba, Mahagoni oder Palisander, sind wegen ihrer Eigenschaften (Häute, Farbe, Beständigkeit) weltweit sehr begehrt und erzielen auf dem Weltmarkt hohe Preise.

Selektiver Holzeinschlag bedeutet, dass pro Hektar nur ungefähr vier bis fünf Bäume geschlagen werden. Dennoch sind Probleme vorhanden:

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