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Geographie: 7. Klasse

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Europa

Das Klima in Europa

Begriffsklärung: Wetter und Klima

Das Wetter ist das Zusammenspiel aller Wetterelemente an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Zu den Elementen zählen Niederschlag, Temperatur, Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit und die Bewölkung.

Das Klima ist der durchschnittliche Wetterablauf in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum, häufig um die 100 Jahre.

Klimabeeinflussende Faktoren

Das Klima wird von mehreren Faktoren stark beeinflusst:

Europa hat großen Anteil an der Klimazone des gemäßigten Klimas.

Nimmt man als Beispiel die Stadt Neapel in Italien, so kann man in einem Klimadiagramm erkennen, dass in den Sommermonaten Juli und August die Temperatur über der Niederschlagsmenge liegt. Zu dieser Zeit herrscht ein arides oder trockenes Klima, da die Verdunstung größer als der Niederschlag ist.

In den restlichen Monaten herrscht ein humides oder feuchtes Klima, da der Niederschlag größer als die Verdunstung ist.

Klimaextreme im Osten Europas

Im Osten Europas herrscht ein kontinentales Klima. Durch die Lage im Innern des Kontinents fehlt der ausgleichende Einfluss des Meeres, wodurch es zwischen Sommer und Winter große Temperaturunterschiede gibt.

Die Sommer sind trocken und heiß, da sich der Kontinent schnell und stark aufheizt. Die Winter sind dagegen sehr kalt, weil sich der Boden schnell und stark abkühlt. Dies führt dazu, dass Frühjahr und Herbst relativ kurz sind.

Dieses Klima wirkt sich auch auf den Boden und auf die Fauna aus. So gibt es hochwertige Schwarzerde mit einem hohen Humusanteil, die für den Ackerbau genutzt wird, aber auch winterkalte Steppen (Grasland; in Afrika Savanne und in den USA Prärie), da es für Bäume meist zu trocken ist.

Länder: In Europa sind vom kontinentalen Klima betroffen: Ungarn, Ukraine, Bulgarien, Weißrussland und Rumänien.

Boreales Klima in Nordeuropa

Boreal bedeutet, zum rauen, nördlichen Klima gehörend. Dazu gehören die skandinavischen Länder und das nördliche Russland. Allgemein liegen die Gebiete nördlich des 60. Breitengrades.

Die Sommer sind kühl, kurz und niederschlagsreich, während der Winter sehr kalt und sehr lang (5-7 Monate) ist und ebenfalls hohe Niederschlagsmengen hat. Dadurch werden die Böden ausgespült und sind dadurch nährstoffarm.

Die Wachstumszeit ist für Pflanzen, Bäume und Sträucher zu gering. Je nördlicher man kommt, desto schlechter werden die Bedingungen für die Fauna. Deshalb gibt es große Flächen mit anspruchslosen Nadelwäldern, zum Beispiel die Taiga in Russland, und noch weiter nördlich ist die Tundra, die sich durch baumlosen Dauerfrostboden auszeichnet.

Atlantisches Meeresklima

Die Westküsten Frankreichs, Irlands und Großbritanniens haben Anteil am atlantischen Meeresklima.

Es zeichnet sich durch geringe Temperaturgegensätze zwischen m kühlen Sommer und dem milden Winter aus. Dies liegt daran, dass das Meer temperaturausgleichend wirkt, indem es im Sommer Wärme speichert und im Winter diese Wärme abgibt.

Zusätzlich beeinflusst der warme Golfstrom das Klima und durch die Westwinde und die feuchte Meeresluft gibt es hohe Niederschlagsmengen in den betroffenen Gebieten.

Das Klima in Mitteleuropa

In Mitteleuropa wirken alle möglichen Luftmassen auf das Klima. Es wird deshalb auch als „Übergangsklima“ bezeichnet. Einflüsse sind:

Die Landwirtschaft in Europa

Überblick

In Europa gibt es Gunst- und Ungunstgebiete für die Landwirtschaft. Es ist möglich intensiven Ackerbau und intensive Viehwirtschaft zu betreiben. Außerdem kann man am Mittelmeer Zitrusfrüchte, Oliven, Wein oder Obst anbauen.

Ungunstgebiete dagegen sind die Waldgebiete der kalten und gemäßigten Zonen, die Eis- und Hochgebirgsregion, der trockene Hartlaubwald sowie die Gebüsche im Mittelraum, die Tundra und Moore und die Wüsten beziehungsweise die Halbwüsten.

Ob ein Gebiet ein Gunst- oder Ungunstgebiet ist, ist abhängig von dem Klima, dem Boden und auch von der Oberflächenform.

Intensive Landwirtschaft: Getreideanbau in Frankreich

Frankreich ist der viertgrößte Weizenproduzent der Welt und im Großraum Paris wird sehr viel davon angebaut. Bedingungen hierfür sind, dass ein großes Tiefland mit fruchtbaren Böden, ein gemäßigtes Klima und keine Gebirge vorhanden sind.

Unter dem Begriff „intensiver Getreideanbau“ versteht man, dass man hochwertiges Saatgut, das häufig genmanipuliert ist, verwendet und große Betriebsflächen besitzt, die nur mit großen Maschinen bearbeitet werden können. Außerdem werden Monokulturen über eine Fläche von ungefähr 30-40 Hektar angebaut. Die Schädlingsbekämpfung und das Düngen wird mit chemischen Mitteln vorgenommen.

Das Ziel hierbei ist, dass man mit möglichst wenig Kosten und Arbeitskräften billig hohe Erträge erzielen kann.

Bewässerungsfeldbau und Gewächshäuser in Südspanien

Auf den sogenannten Huertas (spanisch: Obst- und Gemüsegärten) wird das Land durch Bewässerungsfeldbau intensiv genutzt.

Techniken: Zum Bewässern nimmt man Grund- oder Flusswasser, dessen Wasser durch Wasserleitungen, wie dem Tajo-Segura Kanal, zu den Feldern geleitet wird. Es werden Furchen-, Tropf- und Sprinkleranlagen genutzt.

Vorteile: Trotz langer Trockenheit können die Erträge gesichert werden und durch mehrere Ernten pro Jahr aufgrund längerer Wachstumszeiten können jene zudem erhöht werden.

Probleme: Da im Sommer noch viele Touristen nach Spanien kommen, besteht hier eine doppelte Belastung für das Grundwasser. Außerdem geht sehr viel Wasser bei der Furchen- und Sprinklerbewässerung verloren, durch die hohe Verdunstung versalzt der Boden und der Grundwasserspiegel wird abgesenkt.

Extensive Landwirtschaft in Highland Britain

Zu den Highlands gehören die Bergländer Schottlands, Wales' und Südwestenglands. Diese Gegenden sind dünn besiedelt und geprägt von Mooren, Heide- und Graslandschaften.

Da die landwirtschaftliche Nutzung schwierig ist, betreibt man eine extensive Weidewirtschaft, bei der man möglichst wenig Kosten aufbringt, um Erträge zu erzielen. Dabei werden spezielle, sehr widerstandsfähige Schaf- und Rinderrassen, die an das Klima angepasst sind, auf Naturweiden gebracht. Diese liefern dann Fleisch und Wolle.

Die Meere Europas

Das Ökosystem Meer – Am Beispiel des Binnenmeers Ostsee

Die Ostsee ist ein flaches Meer, das vom Ozean weitgehend abgeschlossen ist. Es ist nur durch die schmalen Meerengen Kattegat und Skagerrak mit der Nordsee verbunden.

Ökosystem: Unter einem Ökosystem versteht man die Wechselwirkung zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen, dem Boden beziehungsweise dem Wasser und dem Klima.

Die Ostsee hat einen geringen Salzgehalt, da dass Salzwasser aus der Nordsee durch Niederschläge und durch Süßwasser aus Flüssen „verdünnt wird“. Dabei trennt sich das Wasser in zwei Bereiche, die durch eine Trennschicht auseinandergehalten werden: Die obere ist sauerstoffreich, warm, salzarm und voller Leben, während die untere sauerstoffarm, kalt, salzreich und lebensfeindlich ist.

Fischfang: Aquafarming

Grundsätzlich gibt es zwei Arten Fische als Nahrungsmittel bereitzustellen. Zum einen gibt es die Küstenfischerei, bei der in Mündungsgebieten von Flüssen oder in Küstennähe die Tiere gefangen werden. Dabei werden kleine Kutter verwendet, die Frischfisch liefern, zum Beispiel Dorsch, Scholle, Seezunge oder Krabben.

Zum anderen wird Hochseefischerei betrieben, bei denen die Schiffe häufig mehrere Monate am Stück unterwegs sind. Dabei liegen die Fanggründe im Nordatlantik. Die Fische werden außerdem schon zu Fischfilets verarbeitet und tiefgekühlt, weshalb man auch von „Fabrikschiffen“ redet. Das Problem hierbei ist, dass Grundschleppnetze verwendet werden, das heißt ein Netz wird auf bis auf den Meeresboden hinabgelassen und es wird alles gefangen, was hineingetrieben wird. Dadurch werden auch Eier von Fischen zerstört, was zur Folge hat, dass die Fische nicht genug Nachkommen kriegen und deren Zahl stark sinkt.

Die Fische dienen als Nahrung und werden auch zu Industriefisch (Fischmehl) verarbeitet.

Erdöl und Erdgas aus der Nordsee

Vor allem Norwegen und Großbritannien aber auch die Niederlanden und Dänemark betreiben in der Nordsee Offshore-Förderungsanlagen, das heißt sie gewinnen Erdöl und Erdgas unter dem Meer.

Das Öl wird mithilfe von Unterwasser-Pipelines, Tankschiffen und Tankhäfen exportiert, wobei hohe Produktionskosten entstehen, da auch der technische Aufwand zur Suche von Ölfeldern teuer ist. Dennoch können hohe Gewinne erzielt werden. Sollte jedoch Erdöl freigesetzt werden, so hat dies meist weitreichende Schäden in der Umwelt zu Folge.

Der Staat unterstützt dies aber, da dadurch hohe Steuereinnahmen erzielt werden können und dadurch Rücklagen für die Zukunft angelegt werden können. Außerdem entstehen für die Bevölkerung neue Berufe und die Angestellten haben bessere Verdienstmöglichkeiten, da diese oft noch einen Gefahrenzuschlag erhalten.

Belastung und Schutz der Ostsee

Bei der Ostsee besteht das Problem, dass der Wasseraustausch stark eingeschränkt ist, da sie ein Binnenmeer ist. Dadurch wirken sich Verschmutzungen und Belastungen stärker aus:

Diese drei Faktoren führen zu einer Eutrophierung durch das Stickstoff und durch Phosphate, was dazu führt, dass mehr Algen wachsen und sich Plankton anreichert. Das Resultat ist ein Sauerstoffmangel und durch das Zersetzen von Biomasse entstehen Fäulnisgase. Diese setzen neue giftige Stoffe frei, wodurch die Tier- und Pflanzenwelt stark geschädigt wird.

Erdbeben und Vulkanismus

Erdbeben in Europa

Ursache

Die Erdkruste ist keine feste Masse, sondern sie ist in feste Platten zerbrochen. Diese bewegen sich auf der „Fließzone“ und wenn sich zwei Platten „verhaken“ baut sich eine große Spannung auf, die sich ruckartig löst. Dies wird als Erdbeben wahrgenommen, das nur wenige Sekunden dauert.

Der Punkt, unter dem das Erdbeben sich ausbreitet, nennt man Epizentrum. Von diesem Zentrum aus, verbreiten sich die Wellen um die ganze Welt, wo sie auch überall gemessen werden können. Man verwendet zum Messen der Stärke einen Seismographen und die Richterskala zum Anzeigen der Stärke.

In Europa treffen drei Platten aufeinander: die eurasische, die türkisch-griechische und die afrikanische Platte. Deshalb ist der Mittelmeerraum stark erdbebengefährdet.

Vulkanismus in Europa

Ursachen

Schichtvulkan
Schichtvulkan[1]
Schildvulkan
Schildvulkan[2]

Entlang der Plattengrenzen gibt es in der Tiefe Magmakammern. Das Magma drückt durch einen Vulkanschlot nach oben und Lava kann im Krater austreten. Dieses erkaltet und erstarrt schließlich. Treten Asche und Gase aus, spricht man von einem „Vulkanregen“. Ist der Ausbruch stärker, besteht eine Gefahr durch heiße Geröll- und Schlammlawinen.

Nutzen der Vulkane

Für die Landwirtschaft eignet sich der Boden sehr gut zum Anbauen von Gemüse, Wein und Obst, da die Böden sehr fruchtbar und Wärme speichernd sind. Für den Tourismus spielt es eine Rolle, da Geysire und Mineralquellen Besucher anziehen.

Außerdem kann man mit der Erdwärme sauber und billig Strom erzeugen und das Vulkangestein abbauen und als Bimsstein oder Basalt verkaufen.

Aktive Vulkane

In Süditalien ist der Vesuv bei Neapel, der Ätna auf Sizilien und der Stromboli auf den Ligurischen Inseln vor Sizilien. Island ist insgesamt eine Vulkaninsel, die entlang dem „mittelatlantischen Rücken“ liegt.

Wirtschaftsräume

Seehafen Rotterdam

Der Seehafen von Rotterdam ist nach Güterumschlag mit circa 330 Millionen Tonnen Güter pro Jahr der größte Seehafen der Welt. Die größten Seeschiffe laufen hier ein und versorgen Europa mit Gütern aller Art, die aus aller Welt kommen.

Güterumschlag

Massengüter: Dies sind Güter, für die man spezielle Hafenanlagen zum „Löschen“ benötigt, zum Beispiel Rohöl und Erdölprodukte, Eisenerz und Getreide sowie Saatgut.

Stückgüter: Dies sind Güter, die man in Containern befördern kann, wie Autos, Maschinen, Produktionsanlagen, Papier, Textilien oder Möbel. Der Vorteil des Containerumschlags ist, dass durch Standardmaß die Behälter stapelbar sind, auf LKWs und Güterzüge passen, Containerschiffe große Mengen befördern können sowie ein schnelles und kostengünstiges „Umschlagen“ möglich machen.

Sonderfaktoren

Den Standort Rotterdam machen verschiedene Faktoren attraktiv:

Fremdenverkehr im Mittelmeerraum

Jährlich reisen über 200 Millionen Menschen in den Mittelmeerraum, um dort Urlaub zu machen. Dabei stellt sich die Frage, ob dies überwiegend Vorteile oder Nachteile bringt.

Push- und Pullfaktoren für den Tourismus

Urlauber wünschen (Pullfaktoren): Sie wollen viel Sonne und wenig Regen, ein warmes Meer und eine fremde Kultur mit einer schönen Landschaft.

Urlauber haben (Pushfaktoren): Sie besitzen genug Geld, um Urlaub zu machen, haben immer mehr Freizeit, haben ein großes Erholungsbedürfnis und sind durch das Auto oder Flugzeug in der Lage die Ziele innerhalb kurzer Zeit zu erreichen.

Vor- und Nachteile

Vorteile vom Tourismus sind:

Nachteile hingegen sind:



Quellen

  1. commons.wikimedia.org, SEWilco
  2. commons.wikimedia.org, Sémhur

Überschriften

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