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Geschichte: 8. Klasse | Die Französische Revolution

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Die Französische Revolution 1789

Die Französische Gesellschaft vor 1789

Gesellschaftsstruktur vor der Französischen
                Revolution
Gesellschaftsstruktur vor der Französischen Revolution

Im Absolutismus stand an der Spitze der König, der die unbegrenzte Regierungsgewalt hatte.

Unter ihm stand der Klerus, der Abgaben und den Zehntel sammelte. Sie besaßen circa 15 % des Landes und mussten keine Steuern zahlen. Mit 13.0000 Menschen machten sie rund 1 % der Bevölkerung aus.

Der Adel war in den oberen Stellen der Armee (Offiziere, Leutnants, etc.) und der Regierung vertreten. Sie mussten ebenfalls keine Steuern zahlen und erhielten ebenfalls den Zehntel der Bauern. Sie besaßen rund 30 % bis 40 % des Landes. Mit 35.0000 Menschen stellten sie 2 % bis 3 % der Bevölkerung.

Die Bauern (82 %) und Bürger (15 %) bildeten zusammen mit 25.000.000 Menschen 97 % der Bevölkerung. Sie mussten Steuern zahlen und lebten mit dem Nötigsten. Diese Ungleichheit in der Gesellschaft führte zu einem Wunsch eines Wandels im politischen System.

Die Revolution beginnt

1789 kam es zu schließlich zur Französischen Revolution. Auslöser war unter anderem eine starke Teuerung der Nahrungsmittel, nachdem ein Jahr zuvor die Bauern schlimme Missernten erlitten hatten. Die Revolution nahm folgenden Verlauf:

Die Rechte der Männer und Frauen

Durch die Nationalversammlung wurden die Privilegien des Adels und Klerus abgeschafft. Dabei trat der Spruch der Französischen Revolution auf: „Liberté, egalité, fraternité“ („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“):

Durch die Revolution wurde der Absolutismus beendet und läutete die Zeit des „Ancien Régime“ ein.

Frankreich wird zur Republik

Mit der Abschaffung des Absolutismus entwickelte sich in Frankreich eine Republik. Die Verfassung vom 3. September 1791 war für die damalige Zeit ein großer Schritt und bildet auch für das heute in Deutschland geltende Grundgesetz einen wichtigen Grundstein.

Die französische Verfassung (3. September 1791)

In der Verfassung der französischen Republik herrschte eine Gewaltenteilung. Sie unterschied zwischen der Judikative (rechtsprechende Gewalt), der Legislative (gesetzgebende Gewalt) sowie der Exekutive (ausführende Gewalt) und bildete zudem eine konstitutionelle Monarchie mit dem König an der Spitze.

80 % der Bevölkerung waren Passivwähler, die zu wenig oder keine Steuern zahlten; die restlichen 20 % der Bevölkerung waren die sogenannten Aktivbürger, die männlich und über 25 Jahre alt waren sowie Steuern zahlten. Sie wählten Beamte und 50.000 Wahlmänner, die höhere Steuern zahlten.

Sie wählten unter anderem die Richter, die die Judikative bildeten. Außerdem wurde die Nationalversammlung von ihnen gewählt. Sie bildete mit 754 Mitgliedern die Legislative. Diese war mit dem König Oberbefehlshaber der Armee; im Kriegsfall fiel die Verantwortung nur in die Hand des Königs.

Die Wahlmänner wählten die Beamten der Départements und der Gemeinden.

Der König hatte das Recht eines Vetos in der Nationalversammlung und konnte die Minister ernennen und entlassen. Diese hatten die Aufsicht über die Beamten. Die Minister wurden von der Nationalversammlung überwacht.

Französische Verfassung von 1791
Die Französische Verfassung von 1791[1]

Frankreich wird zur Republik

Am 20. Juni 1791 versuchte Ludwig XVI. mit seiner Familie nach Deutschland zu fliehen, da seine Frau Marie Antoinette aus Österreich stammte. Sie wurden jedoch einen Tag später an der Grenze entdeckt und zurück nach Paris gebracht.

Von vielen Bürgern wurde verlangt, dass der König abdanken solle. Außerdem wurde stark über das Schicksal Ludwigs auf Seiten Preußens und Österreichs diskutiert. Diese drohten Frankreich anzugreifen, wobei keine Absicht darin bestand das Land zu attackieren. Die Nationalversammlung aber erklärte Preußen und Österreich den Krieg und konnte siegen.

Die Sansculotten bekamen in Frankreich Macht und organisierten immer wieder Volksaufstände, was zu Massakern führte, bei denen Tausende von Menschen getötet wurden. Schließlich wurden der König und seine Familie nach dem Sturm auf dessen Palast gefangen genommen.

Die Nationalversammlung wurde so aufgelöst und eine neue republikanische Verfassung 1793 veröffentlicht, die allerdings nicht angenommen wurde. Am 21. Januar 1793 wurde Ludwig XVI. schließlich hingerichtet. Später wurden seine Frau und seine Kinder ebenfalls exekutiert.

Die Schreckensherrschaft

Die Führungsperson war Maximilien de Robespierre (1758 – 1794). Durch die Probleme (Kriege, Hunger, Arbeitslosigkeit und Aufstände der Monarchie-Unterstützer) waren die Änderungen und Erfolge der Revolution in Gefahr. Daraufhin errichteten die radikalen Jakobiner, zu denen Robespierre gehörte, das Schreckensregime.

Unter ihnen entwickelten sich drei Gruppen. Die erste war der sogenannte Wohlfahrtsausschuss. Er war dafür zuständig alle Gegner der öffentlichen Ordnung festzunehmen. Der Sicherheitsausschuss gewährleistete die Ernährung der Bevölkerung und bildete die Armee und Polizei. Das Revolutionstribunal hielt öffentliche Gerichtsverhandlung und Hinrichtungen ab.

Diese Organisationen schafften es durch die Einführung einem verpflichtenden Armeedienst die Situation in Frankreich und im Ausland zu stabilisieren. Nach Robespierres Hinrichtung endete auch die Jakobiner Herrschaft und das Direktorium (Bourgeoisie) übernahm die Macht.

Mit dem Machtzuwachs Napoleons und der damit verbundenen Einführung des Kaisertums war schließlich die Revolution beendet und gescheitert.

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