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Geschichte: 7. Klasse | Absolutismus

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Absolutismus

Der Westfälische Frieden

Im Schwedisch-französischem Krieg wurden viele Menschen umgebracht. Die Bevölkerung schrumpfte von 16 auf 10 Millionen. Während des Krieges kam es außerdem zu Plünderungen von Bauernhöfen, die zu einem großen Teil auch zerstört wurden. Dabei wurden auch Frauen und Kinder vergewaltigt und getötet. Die Folgen des Krieges waren Hunger, Unterernährung der Bevölkerung und Seuchen.

1643 begannen Friedensgespräche, wobei währenddessen noch weitergekämpft wurde. In Münster verhandelten die Katholiken auf Seite Frankreichs und in Osnabrück die Protestanten auf schwedischer Seite. 1648 kam es schließlich zum Frieden zwischen Frankreich und Schweden, nachdem sie 13 Jahre lang auf deutschem Boden gekämpft hatten.

Als der Krieg, der überaus schrecklich und grausam war, zu Ende war, wünschten sich viele Menschen Frieden ohne die Gefahr einer erneuten Auseinandersetzung. Schließlich kam Ludwig XIV. (1661-1715) in Frankreich an die Macht.

Merkantilismus - Ein neues Wirtschaftssystem

Der Höhepunkt des Merkantilismus fand unter Jean-Baptiste Colbert (1619-1683) statt.

Ludwig XIV. gab für Paläste (u.a. Versailles), sein stehendes Heer, Kriege, Verwaltung und übermäßigem Luxus große Mengen des Staatsgeldes aus. Um dies zu finanzieren ließ er Manufakturen entstehen, in denen einzelne Arbeitsschritte auf mehrere Personen aufgeteilt werden, und gab hierfür den Unternehmen Geld.

Das Ziel Colberts war eine positive Handelsbilanz, das heißt, dass er versuchte durch einen größeren Export als Import für den Staat mehr Geld eintreiben zu können. Dafür erhob man für Rohstoffe, die aus französischen Kolonien importiert wurden, geringe Zölle, aber für Exporte von Rohstoffen sehr hohe. Außerdem wurde auf den Import von Waren hohe Zölle und auf den Export geringe Zölle erhoben.

Ludwigs Kriege

Ludwig versuchte die Hegemonie, die Vorherrschaft, in Europa an sich zu reißen, da er von den Habsburgern umgeben war. Sie regierten Spanien, das Heilige römische Reich und die spanischen Niederlanden (heutige Beneluxstaaten). Dafür führte er das stehende Heer ein, das einheitliche Uniformen trug und trainiert wurde, und ließ Festungen im Norden und Osten Frankreichs errichten.

Ludwig wollte das Land, das auf der linken Seite des Rheins lag, unter seiner Herrschaft sehen. So führte er Krieg gegen die um in liegenden Staaten (siehe oben). Durch seine Hegemonialansprüche stoß er auf Widerstand der anderen Staaten, die eine ausgeglichene Machtverteilung wollten.

Außerdem beanspruchte er das Land durch ehemalige Besitzansprüche, durch die Frankreich dieses Gebiet zugesprochen werden solle. Die Gebiete wurden Frankreich angegliedert, da das Heilige Römische Reich militärisch nicht in der Lage gewesen wäre, Widerstand zu leisten. Dadurch gewann Frankreich Elsass und somit Straßburg 1681 in seinen Besitz.

Ludwig führte zudem Erbfolgekriege. In der Pfalz erhob er Besitzansprüche wegen seiner Schwägerin Lieselotte. Der spanische Erbfolgekrieg dauerte von 1701 bis 1713.

Durch die vielen Kriege war nach Ludwigs Tod 1715 Frankreich in einem finanziell schreckliche Zustand.

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