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Geschichte: 6. Klasse | Das antike Griechenland

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Das antike Griechenland

Die Griechen besiedeln den Mittelmeerraum

Im 2. Jahrtausend vor Christus wanderten aus dem Nordbalkan die indoeuropäischen Stämme der Äoler, Achäer und Ionier in Griechenland ein. Sie konnten keinen großen Staat bilden wie die Ägypter, da das Land viele kleine Flusstäler und Küstenlandschaften enthält, die von hohen, unwegsamen Gebirgen getrennt sind. So entstanden um stark befestigte Burgen kleine Städte und Kleinstaaten (Stadtstaaten), die alle unabhängig voneinander waren. Die mächtigste Burg war Mykene. Die nachfolgenden Dorer unterwarfen die mykenische Kultur, was zur Folge hatte, dass die bereits ansässigen Griechen jetzt auch die vielen kleineren Inseln und die Westküste Kleinasiens (heutige Türkei) besiedelten. Um 800 übernahm die Herrenschicht des Adels (Aristokratie) von den Königen in den Kleinstaaten die Macht.

Da wenige Ackerflächen auf dem Land vorhanden waren, mussten viele Menschen aus ihren alten Städten auswandern. An den Küsten des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres gründeten sie Tochterstädte (Kolonien), die sie selbst verwalteten. Mit den Mutterstädten hielten sie engen Kontakt. Durch ihre gemeinsame Kultur fühlten sich als ein Volk und sie nannten sich Hellenen (griech. Ελληνες). Sie besaßen eine Buchstabenschrift.

Solon

Im 7. Jahrhundert vor Christus herrschte Aristokratie, das heißt, dass in Athen der über einen großen Grundbesitz verfügende Adel eine starke Stellung besaß. Durch die Einführung der Geldwirtschaft verarmten viele Kleinbauern, mussten beim Adel Geld aufnehmen und sogar Angehörige als Schuldsklaven den Reichen überlassen. Als der Unfriede immer größer wurde, sollte der Adelige Solon eine Lösung herbeiführen. 594 v. Chr. hob Solon die Schuldsklaverei auf und gab Athen eine Verfassung, in der stand, dass alle Bürger am Staatsleben teilnehmen können. Allerdings war der Einfluss nach Einkommen stark abgestuft. Damit war der Weg zu einer Demokratie gewiesen.

Weil aber die Reichen immer noch bevorzugt waren, gelang es Peisistratos eine Tyrannis (Alleinherrschaft) zu errichten. Seine Söhne herrschten allerdings nur mit Gewalt und wurden daher erschlagen. Seit dieser Zeit bezeichnet Tyrannis die Gewaltherrschaft.

Erst dem Athener Kleisthenes gelang es, eine gewisse Gerechtigkeit herzustellen, indem er das gesamte Stadtgebiet in drei Gebiete unterteilte: Stadt, Land und Küste einteilte und diese wiederum in 10 sogenannte Phylen unterteilte und die einzelnen Bezirke (Stadt, Land, Küste) durch Los für eine gewisse Zeit zur Regierung machte.

Hellas nach den Perserkriegen

Da in den Perserkriegen die attische Bevölkerung als Ruderer wichtige Kriegsdienste für Griechenland geleistet hat, durfte auch der ärmste Bürger aktiv am politischen Leben teilnehmen und erhielt hierfür Diäten (Tagegelder). Allerdings waren aber von einer Gesamtbevölkerung Attikas von 300000 Menschen nur etwa 10000 Männer an der Politik beteiligt; die Übrigen wohnten außerhalb der Stadt oder besaßen keine Bürgerrechte.

Unter Perikles (443 - 420 v. Chr. jährlich zum Strategen gewählt) erlebte Athen eine politische und kulturelle Glanzzeit: Wiederaufbau der Akropolis; bedeutende Dichter, Philosophen, Bildhauer: Sophokles, Sokrates, Phidias.

Athen beanspruchte die politische, wirtschaftliche und militärische Hegemonie (Vorherrschaft) über seine Bundesgenossenschaft. 431 v. Chr. begann ein großer Krieg Spartas und seiner Bundesgenossen gegen Athen. Sparta wurde nach dem Sieg über Athen zur Vormacht in Griechenland und versuchte die Demokratie zu beseitigen. Seine Gewaltherrschaft wurde durch Theben 371 v. Chr. gestürzt, das für kurze Zeit zur großen Macht aufstieg.

Alexander

Im 4. Jahrhundert vor Christus verloren die großen griechischen Städte (Athen, Sparta, Theben) durch ihre Uneinigkeit an Macht, was sie anfällig für Angriffe von außen machte. Dies nutzte Philipp von Makedonien, der mit einem Sieg (338) Griechenland eroberte. Die Griechen mussten ihn als Oberfeldherrn im beabsichtigten Krieg gegen die Perser anerkennen. Sein Sohn Alexander (336-323) eroberte das ganze Perserreich bis Indien. In seinem Weltreich strebte er eine Verschmelzung der Völker an (Massenhochzeit). Er führte eine einheitliche Währung ein und ermöglichte durch einen ungestörten Handel für das Großreich eine Blütezeit.

Sein früher Tod (Malaria) führte zu Machtkämpfen, aus denen schließlich drei große Diadochenreiche (Nachfolgerreiche) hervorgingen: Ägypten unter Ptolemäus, Syrien unter Selenkos und Mazedonien und (mit) Griechenland.

Hellenismus

Eine große Zahl von Griechen siedelte sich in den eroberten Gebieten an. So drangen griechisches Denken und griechische Kunst in Vorderasien und Nordafrika ein; die griechische Sprache wurde das Verständigungsmittel zwischen den Völkern (Weltsprache). Alexandria war Zentrum der Wissenschaft und des Welthandels, unter anderem mit seiner großen Bibliothek, wo viele bedeutende Schriftstücke der Antike lagerten. Neue Erkenntnisse wurden gewonnen (Euklid, Archimedes, Eratosthenes). Der Handel zwischen dem Mittelmeergebiet und Indien begann.

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