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Geschichte: 10. Klasse | Weltweite Konflikte

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Weltweite Konflikte

Nach 1945 entwickelte sich eine Feindschaft zwischen der Sowjetunion und den USA, die beide über Atomwaffen verfügten. Deshalb kam es zu keinem offenen Krieg. Man spricht deshalb vom „Kalten Krieg“. Die UdSSR (mit dem Warschauer Pakt) und die USA (mit der NATO) spalteten die Welt faktisch in zwei Blöcke, die von der jeweils anderen Macht respektiert wurde. Verletzte jedoch eine diesen Status Quo, kam es zu Konflikten. Die Gefährdung einer Auseinandersetzung wurde dadurch bestimmt, wie sehr die Interessen des anderen beeinflusst wurden.

Die Kuba-Krise

Nachdem 1959 der von den Amerikanern unterstützte Diktator Batista durch Fidel Castro gestürzt worden war, versuchten Exilkubaner mit US-Streitkräften 1961 in der Schweinebucht auf Kuba zu landen. Daraufhin wurden die UdSSR und Kuba zu starken Bündnispartnern, während die USA einen Wirtschaftsboykott gegenüber dem Inselstaat durchführte. 1962 begann Chruschtschow, Führer der UdSSR, Mittelstreckenraketen, mit denen fast die ganze USA erreicht werden konnten, auf Kuba zu stationieren.

Am 22. Oktober verlangte John F. Kennedy von der sowjetischen Führung nach der Entdeckung der Raketen, diese abzubauen. Der Rat seiner Militärs rieten ihm nicht militärisch einzugreifen, dennoch ließ er eine Seeblockade errichten. Gleichzeitig wurden Geheimverhandlungen geführt, damit die Situation nicht in einem Atomkrieg gipfelte. Zwei Tage später kam es beinahe zu einem Seekampf, die sowjetischen Schiffe drehten aber zuvor ab.

Es kam am 27. Oktober beinahe wieder zu einem Krieg, als ein US-Spionageflugzeug abgeschossen wurde. Die beiden Atommächte konnten jedoch in Geheimverhandlungen vereinbaren, dass die Sowjetunion ihre Raketen aus Kuba zurückziehen würden und die USA sowohl keine Invasion auf Kuba starten als auch ihre Raketen, die sie 1959 in der Türkei aufstellen ließen und die die UdSSR gefährdeten, abbauen würden.

So konnte eine direkte atomare Katastrophe abgewendet werden, aber es war deutlich geworden, dass die Möglichkeit einer direkten Verständigung zwischen den Staaten unabdingbar war. Aus diesem Grund wurde zwischen Washington D.C. und Moskau eine direkte Telefonverbindung, der sogenannte „heiße Draht“, gelegt. Dieser ermöglichte eine direkte Kontaktaufnahme, falls es zu einer Krisensituation käme.

Der Vietnam-Krieg

In den 50er Jahren entwickelte sich in den USA das Bild der „Domino-Theorie“, nach der ein Staat, der an einen kommunistischen Staat grenzt, ebenfalls zu dieser Wirtschaftsart mutieren würde. Deshalb unterstützten die USA ab 1954 durch Agenten die kapitalistisch geprägte Regierung Indochinas, später Vietnam.

1964 kam es schließlich zu einem Krieg zwischen dem kommunistischen Nordvietnam und Südvietnam. Der Führer Nordvietnams, Ho Chi Minh, konnte die UdSSR und China zur Unterstützung bewegen. Die Guerillas, kommunistische Soldaten in Südvietnam, und die Nordvietnamesen konnten der USA standhalten, die 1967 mehr als 500.000 Soldaten in Vietnam stationiert hatten.

Die amerikanischen Truppen kamen aber nicht gegen die an die Umgebung angepassten feindlichen Truppen an. Sie setzten schließlich chemische Waffen (z.B. „Agent Orange“) ein und warfen Unmengen von Bomben ab, was viele Zivilopfer auf nordvietnamesischer und südvietnamesischer Seite verlangte; die USA wurde als Besatzungsmacht und nicht als Verbündete angesehen.

Die Weltöffentlichkeit wandte sich zunehmend der Politik der USA ab und Präsident Nixon schloss 1973 einen Waffenstillstand mit Nordvietnam. Zwei Jahre später konnten diese die Hauptstadt Südvietnams, Saigon, einnehmen und nannten sie Ho-Chi-Minh-Stadt. Gesamtvietnam wurde ein enger Verbündeter der UdSSR und der Versuch der USA, den Kommunismus einzudämmen, scheiterte.

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